Liebieghaus Frankfurt am Main, Ausstellungsprojekt Sahure

Liebieghaus Frankfurt am Main, Ausstellungsprojekt Sahure

Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao

Das Ausstellungsprojekt „Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao“ wurde 2010 von dem Leiter der Antikensammlung des Frankfurter Liebieghauses, Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann, realisiert. Sahure (ca. 2428 bis 2416 v. Chr.) war ein herausragender Pharao der 5. Dynastie des Alten Reichs, dessen imposante Pyramidenanlage in Abusir seit mehr als hundert Jahren ausgegraben wird. Neben bedeutenden Leihgaben aus verschiedenen internationalen Sammlungen, sollten auch präzise Repliken wesentlicher, aber nicht auszuleihender Objekte aus Sahures Pyramidenkomplex in der Ausstellung gezeigt werden.

Thomas Lucker von Restaurierung am Oberbaum GmbH (RAO) war mit der Projektleitung zur Anfertigung von hochwertigen Kopien ausgewählter extrem fein gearbeiteter Kalksteinreliefs beauftragt. Einige der originalen monumentalen Reliefs sind Teil der Ausstellung im Neuen Museum Berlin und konnten dort dreidimensional vermessen werden. Ein weiterer Fundkomplex befindet sich noch in situ in Abusir. Diese der Öffentlichkeit bislang nicht zugängliche sowie weitere im Ägyptischen Museum Kairo ausgestellte Reliefs wurden direkt vor Ort mit Streiflicht-Scannern vermessen. Auf Grundlage der Messdaten konnten von allen ausgewählten Reliefs, unter anderem dem berühmten Berliner „Jagdfries“, exakte Kopien im 3D-Druckverfahren hergestellt und in der sehr erfolgreichen Frankfurter Ausstellung präsentiert werden.