Kaiser‐Wilhelm‐Gedächtniskirche

Kaiser‐Wilhelm‐Gedächtniskirche

Restaurierung und Konservierung der Mosaiken des Turmes, der Treppenhalle und der Gedenkhalle

Die Glasmosaiken wurden von der Berliner Mosaikmanufaktur Wagner und Pohl hergestellt und besitzen eine ausgesprochen hohe Qualität, sowohl hinsichtlich der bildkünstlerischen Ästhetik und Formenvielfalt wie auch der handwerklichen Umsetzung. Sowohl die Farbenvielfalt der Glasmosaiken, bei der die Mosaizisten auf ca. 1500 Farbnuancen zugreifen konnten, wie auch die verschiedenen Helligkeitsabstufungen und Strukturen der Goldmosaiksteine, ließen ein breites Formen- und Farbspektrum zu.

Die Firma Wagner und Pohl hatte mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche eines der flächenmäßig weltweit umfangreichsten Kirchenmosaike geschaffen. Die wenigen erhalten geblieben Fragmente an der Turmfassade stellen neben dem umfangreicheren Mosaikbestand aus der Vorhalle der Kirche im Erdgeschoss wichtige baukünstlerische Details des Denkmals dar.

An den Mosaikflächen ist es aufgrund der Kriegsschäden und darauf folgender langjähriger Bewitterung zu umfangreichen Schäden gekommen.

Die Durchführung der Konservierungsmaßnahmen an den Mosaikflächen richtete sich nach der bereits im Jahr 2009 durch Restaurierung am Oberbaum (RAO) und dem Berliner Architekturbüro BASD – Gerhard Schlotter, Architekten entwickelten Restaurierungskonzeption.

Seit 2010 werden die Mosaikflächen durch Spezialisten von RAO nach und nach gesichert, restauriert und konserviert.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Breitscheidplatz
10789 Berlin-Kreuzberg

Bauherr

Stiftung „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“
Lietzenburger Straße 39
10789 Berlin

Planung und Bauleitung

BASD – Gerhard Schlotter, Architekten

Restaurierungskonzept und Ausführung der Konservierungsarbeiten an den Mosaiken

Restaurierung am Oberbaum GmbH (RAO)
Jörg Breitenfeld M.A. (Projektleitung Restaurierung)
Jan Hamann (Chef-Restaurator Natursteinarbeiten)
Uwe de Maiziere, Michael König, Tina Gramsdorff, Ivo Müller

2010 – 2015