Entwicklung einer Methode zum Entfernen von färbenden Kupferverbindungen auf Marmor und Anwendung

Modellvorhaben: Entwicklung einer innovativen Methode zur Entfernung von färbenden Kupferverbindungen auf umweltgeschädigtem Marmor am Beispiel des Haydn-Mozart-Beethoven-Denkmals in Berlin-Tiergarten

Projektträger

RESTAURIERUNG AM OBERBAUM (RAO) Berlin

Förderzeitraum

12.05.2001 – 12.11.2002 (1 Jahr und 6 Monate)

Ergebnisse

Komponistendenkmal in BerlinEs konnte in Kooperation mit den Wissenschaftlern der Berlin Firma FEAD ein einfaches und preiswertes Verfahren entwickelt werden, mit dem färbende Kupfersalze aus Marmor, Kalkstein und anderen calcithaltigen Gesteinsvarietäten entfernt werden können. Das Verfahren wurde zum Entfernen der Kupferverbindungen aus ca. 140 Einzelteilen der Komponistendenkmales in Berlin erfolgreich angewendet. Bemerkenswert ist, dass die Marmorteile dabei gleichzeitig von aufliegenden, dunkle Gipskrusten befreit wurden.Bei Nachuntersuchungen der behandelten Marmorteile (REM mit EDR und Ionenchromatographie) wurden im Oberflächenbereich lediglich Spuren von Gips gefunden, deren Konzentration aber kleiner war als der Gipsgehalt anderer frei bewitterter Marmorteile.

Fazit

Für den Fall, dass es aus ästhetischen oder restauratorischen Gründen notwendig ist, Natur- oder Kunststeine mit calcitischen Anteilen von färbenden Kupferverbindungen zu befreien, stehen nun ein Verfahren und entsprechende Produkte zur Verfügung, mit denen Fachleute diese Arbeiten ausführen können.

Die dafür notwendigen Materialien können z.Z. bei der FEAD-GmbH bezogen werden.

Förderzeitraum

Mai 2001 –  März 2003

Weitere Informationen unter: https://www.dbu.de/projekt_18016/_db_1036.html